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Windows 7 im eigenen Testlabor

Kaum war die Beta 1 von Windows 7 freigegeben, war sie auch schon wieder weg:
Microsoft hatte wohl nicht damit gerechnet, dass ein solcher Ansturm die Download Server mehrfach zum Stillstand brachten und reagierte mit der vorübergehenden Abschaltung des Downloads und zusätzlichen neuen Servern.
Und heute hatte ich dadurch nun auch selber die Möglichkeit, das neue System herunterzuladen und zu installieren.
Damit ich keinen ganzen Rechner für das System in Anspruch nehmen muss, entschied ich mich für den Virtual PC vom gleichen Hersteller wie das OS und installierte dort hinein die neuen Fenster.

Ja, dauert dann alles ein wenig länger, funktioniert aber dennoch.
Wenn man aber mal die Performanceverluste durch die VM außer acht lässt, ist es gefühlt schon deutlich flüssiger unterwegs.

Die erste Einrichtung zog sich beinahe eine Stunde hin, wobei das Kopieren der Dateien bis hin zur Einrichtung der Services “nur” 20 Minuten dauerte. Und das in der VM!

Wie schaut es aus?
Mal abgesehen von den vielen Bildern im Internet, die mittlerweile auch Microsoft selber veröffentlicht hat:
Ein Tick moderner und aufgeräumter, aber nicht weniger übersichtlich als Vista.
Die Startleiste ist in der (ich sag mal) Version 4 (seit dem es eben Windows 9x gibt) recht nett gehalten und zeigt durch das “Anpinnen” von Programmen und Ordnern recht pfiffige Ideen, die Apple bereits durch das Dock schon seit Jahren (besser) beherrscht.

Aber bleiben wir bei den “Fenstern”:
Das Startmenü reagiert schneller, der Ausschaltknopf ist nun kein Knopf mehr, sondern trägt den Titel “Herunterfahren” (oder was eben sonst an “Ausschaltmethode” eingestellt wurde) und ist damit eindeutig zu verstehen.
Auch gibt es nun Programme, wie die nun neu hinzugekommenen sidebarlosen Notizen, die mit einem kleinen nach rechts zeigenden Pfeil im Startmenü stehen.
Und genau dieser Pfeil ist interessant: Er öffnet das rechte Startmenü für die Verwaltung der Notizen!
Auch bei “Erste Schritte” ist das so und hier werden dann die einzelnen Optionen angezeigt.
Ich sage mal: Das gibt Pluspunkte.

Zu den Programmen selber:
Internet Explorer kommt in der 8er Version daher (klar wie Windows selber noch Beta) und macht einen etwas flotteren Eindruck, wie die 8er Beta unter Windows Xp / Vista.
Die Dienstprogramme wie Paint und Wordpad haben nun das Ribbon-Menü wie unter Office 2007 bekannt, aber nicht so überladen. Naja, die Programme können ja auch nicht soooo viel.
Der Rechner kann nun neben den 2 klassischen Ansichten “Normal” und “Wissenschaftlich” jetzt auch für “Programmierer” umgeschaltet werden. Dann kommt etwas mehr hierfür hinzu.
Neben dem Rechner kann man dann noch Module wie z. B. einen Umrechner oder Datumsberechnungen einblenden, die in allen 3 Ansichtenmodi zur Verfügung stehen.

Insgesamt hat Microsoft dem Style noch einmal etwas mehr Pepp gegeben, diverse kleinere Effekte wirken plastischer oder sind gar erst hinzugekommen.
In wie weit das ältere Rechner noch weiter ausbremst, muss sich zeigen.
Wobei aber auch bei eingeschalteten “mega-bunt-Modus”, also alle Effekte ein, koste es Leistung, was es wolle, das System nicht spürbar langsamer wird.

Das war im Groben so der aller erste Eindruck der ersten Stunde Benutzung von Windows 7.
Ich kann aktuell nur feststellen: Ein moderneres, schnelleres und frischeres Vista, mehr ist aktuell nicht zu finden.
Auch wenn der Systemstart deutlich schneller geworden ist, wobei ich aber aktuell noch keine Dienste installiert habe, die ich ansonsten permanent nutze.

Sollte ich mal wieder mehr Zeit haben, werde ich weiter berichten, für mehr ist aber aktuell keine Zeit.
Der Umstieg von XP auf Windows 7 lohnt sich aber jetzt schon eher, als noch auf Vista, ich würde dennoch erst das erste SP abwarten oder die ersten Meldungen über die kritischen Fehler und noch ist es ja nicht final, also kein Grund, sich Gedanken über einen Wechsel zu machen.